Was kann ich von der eigenen Depression erzählen?

Beantwortet von: Lic. Phil. Jonas Bamert, MSc, Psychiatrischer Dienst Emmental

Depressionen sind weit verbreitet, die Wahrscheinlichkeit über das Leben hinweg mindestens einmal an Depressionen zu leiden beträgt zirka 20%. Es besteht also eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass es in Deinem Umfeld eine oder mehrere Personen gibt, welche auch davon betroffen sind oder bereits betroffen waren. Es ist wichtig, vertrauten Personen davon zu erzählen und das Ganze nicht einfach in sich „hineinzufressen“. Depressionen sind behandelbar. Dein Hausarzt hat jederzeit die Möglichkeit, Dich bei einer Fachperson, beispielsweise an einem psychiatrischen Ambulatorium, anzumelden.
Auf der Website www.depression.ch findest Du viele wertvolle Informationen zum Thema Depression (mit Broschüren in 17 verschiedenen Sprachen – so können sich auch Deine fremdsprachigen Freunde oder Verwandten darüber informieren).
Eine weitere gute Möglichkeit von den eigenen Depressionen zu erzählen bieten Selbsthilfegruppen, in welchen Betroffene sich gegenseitig über ihre Erlebnisse mit den Depressionen austauschen können. Ein Überblick über regionale Selbsthilfegruppen findet sich auf der Website www.selbsthilfeschweiz.ch.