Was kann man gegen Depressionen tun?

Beantwortet von: Sabrina Bichsel, Assistenzärztin, Psychiatrischer Dienst Spital Emmental

Zögere nicht, Dir Hilfe von einer Fachperson zu holen. Oft ist der Hausarzt die erste Ansprechperson. Falls notwendig, weist er Dich weiter – meist zu einem Psychiater/ einer Psychologin. Die Behandlung einer Depression richtet sich nach dem Schweregrad der Symptome. Oft wird eine Kombination aus Psychotherapie und stimmungsaufhellenden Medikamenten (sogenannten Antidepressiva) eingesetzt. Du wirst zuerst mit der Fachperson besprechen, was in Deinem individuellen Fall Sinn macht.
Psychotherapie bedeutet wörtlich übersetzt „Behandlung der Seele“. Dabei finden regelmässige Gespräche mit einer Psychiaterin/ einem Psychologen statt. Hier geht es einerseits darum, dass Du mit ihrer/seiner Hilfe genauer erkennst, welche Faktoren zu Deiner Erkrankung geführt haben. Zudem kannst Du mit ihm/ihr Wege finden, deine Probleme zu bewältigen, deine individuellen Stärken wieder zu sehen und Tätigkeiten, die dir gut tun, wieder mehr Gewicht zu geben.
Oft ist als Ergänzung eine Behandlung mit einem Antidepressivum sinnvoll. Es gibt heute sehr viele verschiedene, wirksame und gut verträgliche Antidepressiva.